• DIETER J. MATSCHINER

    DIETER J. MATSCHINER

    Ich, Dieter Johannes Matschiner, bin am 11. Juli 1945 in Grießkirchen als Sohn von Maria (9.8.1924-3.9.1992) und Franz Matschiner geboren, der bereits 1947 an Kriegsfolgen verstarb. Zuerst absolvierte ich meine Pflichtschule in Berg, danach in Haid. 1960 übersiedelten wir nach St. Valentin, die Heimatstadt meines Vaters. Meine künstlerischen Fähigkeiten veranlassten mich die damalige Bundesgewerbeschule in Linz zu besuchen. Nach deren Abschluss fuhr ich mit einer Mappe voller Zeichnungen, aber ohne genaue Vorstellungen, nach Wien und bewarb mich an der Akademie der Bildenden Künste am Schillerplatz. Ich wurde sofort aufgenommen und kam in die Meisterklasse für Bühnen- und Festgestaltung zu Prof. Egg. Im Jahr 1967 diplomierte ich und wurde mit dem Meisterschulpreis ausgezeichnet. In der Aula der Akademie der Bildenden Künste gestaltete ich mit Erich Wonder die 1. Max Reinhard Gedächtnisausstellung. Im gleichen Jahr heiratete ich meine Frau Doris, geborene Keuchel, mit der ich seit meinem 17. Lebensjahr liiert bin.
    1968 arbeitete ich ein Jahr als Filmarchitekt bei der 20th Century Fox bei einem Film unter der Regie von John Huston, mit Angelica Huston in einer Hauptrolle.
    Mit der „Collection 70” im Jahr 1969 war in Linz das erste Jugend - Einkaufserlebnis auf Landstraße 12, im Weißenwolffschen Palais, in der heutigen Arkade, welches von mir konzipiert wurde. Darauf folgten 2 Skicollections, bei denen die Sportartikelindustrie gemeinsam mit dem Linzer Skiclub Einkaufserlebnisse bieten wollten. Diese Gestaltungen wurden von mir damals in modernster Form umgesetzt.
    Begleitend gab es Aktivitäten, wie zum Beispiel ein Fußballspiel - Linzer Polizei gegen Langhaarige - begleitet mit der Musik von den Pop Corns (Willy Orthofer) und der Jazzlegende Charly Ratzer. Oder das „Meeting 68“ in Enns, das „Guru Guru“-Festival, usw. mit Namen wie Christa Stadler, Mani Neumayer oder Uli Drafner.

    Für die Firma Assmann Ladenbau Leibnitz entwickelte ich zwei Ladenbauprogramme „Ambiente“ und „Dressoir“ - und gestaltete bei der Austroshop Creativ - Messestände für die Firma, die in dieser Zeit Furore machten. Messestandkonzepte für Düsseldorf, Paris, Nizza, Salzburg und Wien folgten, zum Beispiel für die Firma Greiter Cosmetic - Piz Buin.

    In der Allgemeinen Sparkasse in Linz wurde von mir die Empfangshalle in kulissenhafte Szenerien (Tunesien, Spanien, Tips für Trips, Mondlandung, u.v.m.) verwandelt.
    Neben einigen Sonderbauten (Sparkassenpavillon, Filiale Salzgrieß Wien, Schaupavillons Lindpointner Tore) und vielen Privathäusern, sowie Revitalisierungen von Bauernhäusern und Bürgerhäusern oder zum Beispiel von Schloß Vestenthal, gestaltete ich Messeszenarien in Chicago, Paris, Las Vegas und Birmingham. Die Firma Beiersdorf - Tesa, Tixo, Nivea, sowie die Firma Bäckereimaschinen Kolb - waren langjährige, von mir mit Kreativständen betreute, Kunden.
    Den zeitraubenden Ausflug in den Lehrberuf in die Höhere Bundeslehranstalt für Kunstgewerbe in Linz beendete ich nach 10 Jahren.
    Neben meiner freiberuflich schöpferischen Tätigkeit stellte ich meine Dienste kulturpolitisch langjährig in der Gemeinde St. Valentin zur Verfügung - Stadtwappen, Stadterhebungsfeier 1983, Stadterhebungsfeierlichkeiten 1988, 1993, 1998, und im Geschichtlichen Museum der Stadt St. Valentin, wo ich die Stelle des Kustos bekleide.
    Für diese Tätigkeiten wurde ich auch im Jahr 1993 mit dem Ehrenring der Stadt St. Valentin ausgezeichnet. Im Jahr 2003 erhielt ich das Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich.
    Eine meiner liebsten Arbeitsaufgaben war die Erstellung der Lebensbühnen der Familie Roland Schachermayer, bei der diese Arbeit in das Firmen CD und CI eingriff. Dabei gestaltete ich Schauräume und Vertriebszentren für Schachermayer und für Rechberger in fast allen Bundesländern Österreichs. Diese Arbeit erfüllte mich parallel zur Tätigkeit im Paschinger Shopping-Center Plus City und dem Linzer Shopping-Center Lentia City.
    Hier lag mein Aufgabenbereich in der Betreuung von künstlerischer Vorentwurfsarbeit und Design in den verschiedenen Erscheinungsbildern der Gestaltung. Kundenorientiert und mit dem Hintergedanken eines erfreulichen Erlebnisses beim Einkauf auf einer Lebensbühne.
    Seit August 2008 bin ich in Pension und stehe nur noch als Berater der mad GmbH, die von meiner Tochter, die schon seit 1995 an meinen Projekten mitwirkte, geführt wird, zur Verfügung.